Ichi wurde etwas unsanft geweckt und schrak etwas zusammen. Starrk war also heute für sie zuständig… bis jetzt war er ihr ziemlich sympathisch. Trotz alledem war sie immernoch ein wenig müde und hätte die Tatsache, dass er sich hingelegt hatte, beinahe ausgenutzt um sich selbst wieder hinzulegen, doch sie widerstand dem. Müde kroch sie aus dem Bett, die Decke noch halbwegs umgewickelt mit sich ziehend, und suchte nach ihrer Kleidung. Sie war schon überrascht, als sie ihr “bestelltes” Outfit schon auf einem Stuhl liegend vorfand. Okay, sollte ich das nicht etwas creepy finden? Die lagen letzte Nacht noch nicht hier, ist jemand hereingekommen, als ich geschlafen habe..? Sie dachte nicht allzu lange darüber nach und sah sich die Kleidung genauer an. Sie mochte die Farbe weiß immernoch nicht, aber das Material war perfekt verarbeitet. Wie haben die das in so ner kurzen Zeit geschafft, maddooou.. Sie hob es an sich und dachte für einen Moment darüber nach, ob sie es sich nicht doch etwas zu .. nuttig gestaltet hatte. Das macht doch keinen guten Eindruck, Ichi, du Idiot… Aber da sie nichts anderes mehr zum Anziehen hatte, musste sie das wohl oder übel einfach tragen.
Sie sah kurz zu Starrk rüber. Er schien die Augen sowieso zu zu haben, also zog sie sich dort einfach um. Sie blickte kurz in den Spiegel und schluckte. Zu ihrem Erstaunen gefiel ihr die Kleidung tatsächlich irgendwie. Trotzdem kam sie sich etwas nackt vor. Wenigstens war es nicht kalt.
Starrk gähnte wieder ausgelassen und sah sie kurz an. Wirklich aufreizend. Aber er seufzte nur. Er war kein Mann der sich an Frauen ranschmiss, noch war er jemand der sie lüstern anstarrte und kranke Fantasien hegte. Er lies Ichi ihre Privatsphäre aber insgeheim machte er sich Sorgen, dass sie Probleme mit Typen wie eben Grimmjow bekommen könnte. Sie war zierlich, klein und fast wie eine Porzellanpuppe. Grimmjow dagegen war ein Tier der alles in Stücke riss. Eigentlich sollte sich Starrk sicher sein, das Ichi nicht Grimmjows Typ war, aber sein Gefühl sagte ihm, dass der Arrancar es wohl doch auf sie abgesehen haben könnte.
„Fertig? Dann lass uns gehen“ Er wollte den Tag schnell hinter sich bringen, es war für ihn mehr oder weniger einfach nur ermüdend die ganze Zeit nach jemandem zu sehen. Sich um jemanden zu kümmern der keine Ahnung von Hueco Mundo und Las Noches hatte war sogar noch anstrengender als einfach auf jemanden aufzupassen. Denn das musste er doch auch so schon die ganze Zeit. Lylinette kostete ja schon so viele Nerv-… Halt! Wo war seine Partnerin? Der Arrancar lies kurz seine Augen durch das Zimmer wandern aber er erblickte das kleine Wesen nicht. Wo war sie hin?
„Mach dir keine Sorgen wegen den Sachen!“ erklang die Stimme der jungen Arrancar hinter Ichi und grinste sie breit an. Starrk fuhr sofort herum. Vor gerade mal einem kurzen Moment war sie noch nicht da gewesen und dann tauchte sie einfach wie aus dem nichts auf. Ja das war eine ihrer Spezialitäten. Die kleine Lylinette war etwas dürr, kleiner als Ichi, was auch so schon ein ziemliches Phänomen war, und ihre Sachen waren so gut wie ein Hauch von nichts. Sie hatte kurzes blondes Haar und einen sehr kindlichen Körper. Keine Oberweite aber sehr zerbrechlich wirkend. Dafür hatte sie allerdings eine verflucht große Klappe. Schließlich kannte Starrk sie gut genug.
„Ich meine ich bin nicht gerade züchtiger gekleidet!“ sagte sie frei heraus und sah Ichi mit ihren riesig großen Augen an. Wenn man nicht bedachte was die Wesen hier eigentlich waren wäre Lylinette wahrscheinlich auf den ersten Blick hin sogar ein niedliches Mädchen gewesen. Allerdings konnte der Schein sehr trügen. Das Mädel hatte es faustdick hinter den Ohren und nahm nie ein Blatt vor den Mund, noch schämte sie sich für irgendetwas. Daher war ihr Auftreten auch einfach nur typisch sie.
„Ach ja! Mein Name ist Lylinette! Schön dich kennen zu lernen!“ war die nächste Aussage und sie grinste breit. Starrk seufzte genervt. Dass sich seine Partnerin auch nie zurückhalten konnte. Aber so war sie immer und Starrk war sich sicher sie würde sich nicht ändern. Niemand änderte sich hier. Keiner in Hueco Mundo änderte sich groß. Außer dass sie stärker wurden und sich äußerlich veränderten. Ihre Einstellungen waren seit jeher immer die gleichen.
„Ignorier sie einfach, Ichi.“ sagte er und fasste sich an den Kopf. Lylinette fing sich an lautstark zu beschweren, aber Starrk ignorierte ihr Gezeter nur und sah zu Ichi. Warum hatte Aizen sie hergebracht? Warum war sie ihm so wichtig? Was glaubte er würde sie verändern- würde sie in erster Linie überhaupt etwas verändern? Starrk verdrängte den Gedanken einfach für den Moment und schloss kurz die Augen ehe er wieder seine Stimme erhob.
„Wollen wir dann?“
~~~~~~
Es dauerte knapp 5 Minuten bis Starrk, Lylinette und Ichi in dem etwas größeren Saal auftauchten und sich Starrk kurz umsah. Für Ichi war ein Stuhl hergerichtet worden. Direkt zwischen Ulquiorra und ihm selbst Wahrscheinlich war das sogar gut so. Beide würden Ichi nichts antun. Starrk war sich eher etwas unklar darüber ob es mit Nnoitra neben ihm und Grimmjow mehr oder minder ihr gegenüber gut gehen würde, aber er schwieg nur und setzte sich an den freien Platz. Lylinette speiste sowieso nie mit ihnen. Sie verschwand von einem Moment auf den anderen. Starrk kümmerte das auch keinen Moment. Dieses Mal war der Tisch nicht nur voller Krügen mit feinste Reiatsu und dem Gebein getöteter Hollows gedeckt, sondern auch mit menschlichem Essen, an das sich kaum einer rantraute, bis auf Szayel der das überaus faszinierend fand.
Doch eine Person schien besonders aufmerksam geworden zu sein seit Ichi aufgetaucht war. Grimmjow. Er beobachtete sie aufmerksam, wie eine Raubkatze auf Beutezug. Wie der Panther der er war beobachtete er sie und lies das Mädchen kaum einen Moment aus den Augen. Fast schon gefährlich sah er aus, wie er sie die ganze Zeit anstarrte. Als wolle er sie mit einem Blick in Angst und Schrecken versetzen.
„Also wirklich Ichi. Dieses Menschenessen ist eine Explosion an Geschmackserignissen. Ich wusste gar nicht, dass das menschliche Essen so ungemein würzig ist~“ trällerte Szayel und aß das Hühnchen zu ende das er sich geschnappt hatte. Die anderen machten nur weiter und aßen von IHREM Essen. Aizen der am Ende des Tisches saß lächelte Ichi aufmunternd an und machte eine einladende Geste.
„Greife ruhig zu Ichi. Es ist genug da.“ meinte er und nahm sich selbst noch ein gekochtes Ei. Wieso allerdings Aizen mitaß wusste keiner.„Hey Grimmjow! Ich brauch den Krug.“
„Dann hol ihn dir gefälligst selbst, Abschaum.“
„MICH NENNST DU ABSCHAUM?! [Fasst hät ich Voooi geschrieben XD]“ Aizen seufzte im Einklang mit Starrk.
„Jungs..“
„Oh Mann…“
„Ja, mit wem hab ich mich denn unnötigerweise unterhalten du Idiot?“
„Grimmjow-“ Ulquiorra wurde perfekt ignoriert.
„DU ELENDER-“
„Gib ihm doch einfach was er haben will, Grimmjow.“ mischte sich nun Hallibel ein, allerdings erfolgreich, da sie lauter war als Ulquiorra. Letzten endes war es aber besagte cuatra Espada der sich rüberstreckte und den Krug an Starrk weiterreichte, der ihn vor Nnoitra hinstellte. Grimmjow hatte damit die Sache belassen und wandte sich wieder seinem essen zu. Es war ihm einfach scheiß egal. Er fühlte nicht einmal die leicht vorwurfsvollen Blicke auf sich ruhen, er ignorierte sie einfach. Und damit war die erste Stille gebrochen und alle fingen an sich leise, oder auch etwas lauter, miteinander zu unterhalten. Mann wollte es nicht zugeben, aber irgendwo hatten die beiden die Stimmung aufgelockert.
[[MORE]] Als Ichi Grimm angesprochen hatte, hatte er sofort die Augen verengt. Er konnte es nicht ab, wenn man ihn...
[[MORE]]lmnd-grimmjow: Soweit wie sie ihn jetzt kennen gelernt hatte, mochte Ichi Starrk ganz gerne - er war nicht...